Know How Social Media

6 Gründe, warum Facebook für Vereine keine Plattform sein kann

Geschrieben von Udo Sachansky

Bildquelle: Reuters | Valentin Flauraud

Facebook erobert seit etwa 2 Jahren auch den letzten Zipfel unserer Gesellschaft. In Gymnasien verteilen mittlerweile Lehrer die Hausaugaben über geschlossene Nutzergruppen. Dabei sein, oder verlieren ist hier die klare Ansage. Manchmal vielleicht auch schlimmes Unwissen oder gar Faulheit.

Wenn man aus der Sicht eines Vereins die Aufgabe der reinen “Informationsverteilung” und “Werbung” analysiert, kommt man schnell dahinter: Facebook darf nicht die zentrale Quelle an Vereinsinformationen sein! Aber warum? Hier die verschiedenen Facetten erläutert:

1 | Facebook hat heute doch jeder

Ein viel gehörter Ansatz einer (angeblichen) Problemlösung. Jeder hat doch einen Facebookzugang, dann ist die Plattform doch genau richtig für den Verein und dessen Interesse Informationen zu verteilen. Nein! Ein Verein muss den Anspruch haben ALLE zu erreichen, dies fällt schon schwer beim allgemeinen Thema Zugriff auf die Plattform Internet.

Kinder unter derzeit zumindestens 10 Jahre fallen genauso aus der Nutzergruppe (Anmeldung bei Facebook offiziell ab 13 Jahre möglich), wie zahlreiche Mitglieder über 50 Jahre – ganz gleich ob aktive Sportmitglieder oder Trainer. Ja es gibt genügend Trainer und ältere Mitglieder mit Facebookaccount, aber auch genügend ohne Facebook die 30 oder 40 Jahre alt sind. Flächendeckend sieht ganz anders aus!

2 | Facebook, da ist doch meine Zielgruppe

Die Zielgruppe der Vereinsinfos sind nicht nur Mitglieder. Neue Mitglieder, Sponsoren und Förderer, Eltern, Großeltern, Freunde, Fans und auch einmal ein Bezirks- oder Landratssamt. Alle diese müssen aktuell gehalten werden, was im Verein passiert. Welche sportlichen Erfolge erzielt wurden, welche Termine gibt es, welche Sponsoren haben den Verein unterstützt, Infos über ehrenamtlichen Tätigkeiten können geleistet werden oder welche Informationen gibt es zur Geschichte & Tradition des Vereins.

3 | Die Bilder klaut doch eh jeder im Internet

Das ist kein Grund, wo und wie man Informationen veröffentlicht. Viel schlimmer, mit einem hochladen eines Bildes auf Facebook, gibt man alle Rechte an diesem bild an Facebook ab! Die richtigen Bilder mit einer Botschaft sollen übrigens geteilt werden, gerne auch mit der Abgabe der Rechte am Bild.

4 | Mehr braucht man doch nicht

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Um schnell einen Spruch oder ein paar Bilder zu veröffentlichen braucht man tatsächlich nicht mehr. Wer aber auf Facebook schon versucht hat einen ausführlicheren Bericht (Beispiel) zu platzieren, kommt schnell ins “kurze Gras”. Auch wer verschiedene Altersklassen oder Sportarten im Griff haben mag, kann dies auf Facebook nur mit verschiedenen Gruppen abbilden. Etwas Übergreifendes kann man dort – Mangels von Strukturierungsmöglichkeiten – nicht abbilden. Hinzu kommt, das ein Nutzer eines solchen Angebotes ständig von platzierter Werbung, vom Vereinsangebot abgelenkt wird.

5 | Die Jugend ist doch eh nur noch bei Facebook

Oh, ein großer Trugschluss! Junge Internetnutzer mieden früh Twitter, da plötzlich der Papa dort aktiv war. Facebook (Messenger) und Whatsapp werden mittlerweile gemieden, da sie nachträglich Dank dem Chatverlauf von den Eltern gelesen werden können. Snapchat mit seiner Art der schnellen automatischen Löschung des Chatinhaltes, ist aktuell die Lösung – mal sehen wie lange noch. Um so mehr Werbetreibende mit ihren Marken auf Facebook Jagd auf die junge Zielgruppe macht, um so mehr ziehen diese sich zurück. Sie sind (positiv und negativ) anfällig für neue Kommunikationswege.

6 | Facebook geht, der Verein bleibt

StudiVZ hat es vorgemacht, kaum keiner konnte sich dieser Plattform entziehen. Plötzlich war am Horizont ein neuer Player zu erkennen und nur wenige Monate später war StudiVZ samt Inhalte platt. Auch für einen noch so kleinen Verein nicht akzeptabel.


Aber ?!

Facebook kann aber wegen fehlender inhaltlicher Strukturen und unvollständiger Erreichung der Zielgruppen nicht der zentrale Platz sein. Eine gute Vereinshomepage ist die attraktivste Plattform für einen Verein. Facebook sollte aber unbedingt EIN(!) Teil der zahlreichen Verbreitungswege von Vereinsinformationen sein. Basis dieser Entscheidung sollte jedoch unbedingt das Thema Social Media beleuchten.

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Über den Author

Udo Sachansky

Verheiratet, 2 Töchter, 1 Katze, unzähliger Technikkram | Immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen ... #überdentellerrandblicker

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